Bolor ist ihrem Traum gefolgt und hat gleich nach dem Schulabschluss ihren Bachelor und Master in Design gemacht. Sie arbeitete einige Jahre als Designerin und gründete 2007 ihre eigene Schneiderei. Damals fertigte sie Kleidung nur auf Bestellung an. Mit der Zeit fand sie ihre Stärke im Nähen von Deel, einem traditionellen mongolischen Kleidungsstück. Seitdem konzentriert sie sich auf Deel. Im Jahr 2013 begann sie, Deel-Nähkurse anzubieten. Und 2018 brachte sie ihre eigene Deelmarke auf den Markt und bietet ihren Kunden fertige Deels an.
Heute bietet Bolor eine umfassende Auswahl an Deels aus Chiffon auf dem mongolischen Markt an. Das Alleinstellungsmerkmal ihrer Produkte ist der Schnitt und das Material. Gegenüber anderen Schneidereien hat sie den Vorteil, dass sie den Schnitt berechnen kann, ohne ein Schnittmuster tragen zu müssen. Das Material Chiffon ist leichter, luftdurchlässiger und günstiger als Seide. So macht sie aus der Deel ein alltagstaugliches und angenehmes Kleidungsstück, das es vorher nicht gab. Die wichtigsten Materialien werden aus dem Ausland importiert. Nur die Borten sind lokal lieferbar.
Bolor mietet 400 Quadratmeter für Produktion und Handel. Auf dieser Fläche betreibt sie eine Boutique, eine Nähwerkstatt und einen Kursraum. Als weitere Einnahmequelle und auch als Werbung organisiert sie regelmässig Schnitt- und Nähkurse. Die Kurse erfreuen sich grosser Beliebtheit und werden auch über Facebook beworben. Ausserdem importiert Bolor Modezeitschriften aus Ländern wie Deutschland, Italien und Frankreich, da es in der Mongolei nur wenige professionelle Modebücher gibt. In der Zukunft möchte Bolor ihre Produktpalette erweitern und somit ihren Markt vergrössern, indem sie Deel auch für Männer und Kinder herstellt.
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